Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein Heilverfahren, das krankhafte Veränderungen an Sehnen, Bändern, Kapseln, Muskeln und Knochen gezielt beseitigen kann. Es wird zur Behandlung von Schultergelenkerkrankungen, Fersenspornen, Tennis- und Golfer-Ellbogen, chronischen Sehnenerkrankungen und Pseudoarthrosen (also nicht ausheilenden Knochenbrüchen) eingesetzt. Bei chronischen muskulären Beschwerden kommt die Triggerpunktstoßwellentherapie zum Einsatz. Der große Vorteil der ESWT: Das Verfahren ist schonend und deutlich risikoärmer als ein operativer Eingriff.
 

Bei der ESWT wirken gebündelte energiereiche Schallwellen auf das Körpergewebe ein. Hierzu wird der Stoßwellenkopf auf die Haut aufgesetzt und in kreisenden Bewegungen exakt auf der zu behandelnden Stelle bewegt. Der Körper reagiert auf die Stoßwellen mit erhöhter Stoffwechseltätigkeit und verstärkter Durchblutung, welche äußerlich an einer Rötung zu erkennen sind. So werden Heilungsprozesse angestoßen oder beschleunigt.
 

Die Behandlung erfolgt in der Regel ohne örtliche Betäubung. Die Behandlungsdauer beträgt ungefähr 10 Minuten und wird von den meisten Patienten zwar als unangenehm, aber erträglich empfunden. Wir empfehlen mindestens drei Behandlungen im wöchentlichen Rhythmus. Am Tag der Behandlung kann es vorübergehend zu einer Verstärkung der Beschwerden kommen. Diese Schmerzreize sind für den Heilungserfolg von grösster Wichtigkeit und klingen bereits am Folgetag ab. Neben der bereits erwähnten leichten Rötung der Haut können gelegentlich kleinere Blutergüsse auftreten.
 

Die Erfahrungen mit der ESWT in der Orthopädie bestätigen, was in der Urologie schon seit Jahrzehnten bekannt ist: Die Stoßwellentherapie bietet hohe Heilungschancen bei geringem Risiko und ist somit eine echte Alternative zu offenen operativen Verfahren.